Als AG müssen wir Risiko Management betreiben. Dazu (wie zu vielem anderen) hat uns der fürsorgliche Gesetzgeber, der ja nur unser Bestes will, verpflichtet. Und das ist auch Teil der ISO-Zertifizierung. Wie auch „Lernen aus Fehlern“. Und manches mehr vermeintlich sehr Nützliches.

Also machen wir Risk Management. Und gehen alle Risiken durch, die auf unser Unternehmen lauern. Da gibt es unendlich viele. Und dabei entdecken wir alle unsere Schwächen. Obwohl wir gar keine SWOT-Analyse machen. Und werden immer trauriger.

Und dann sollen wir unsere Maßnahmen gegen die Risiken und Schwachstellen beschreiben. Tausende von Seiten frustrierender Literatur könnte man so bei gewissenhaften Nachdenken erstellen. Denn, Unternehmersein ist – wie das ganze Leben – ein einzig großes Risiko!

Der Management Trainer Dr. Martin Kaufmann sagt, dass er bei seinen Trainings nie versucht, die Schwächen der sich ihm anvertrauenden Menschen zu beheben oder auch nur zu lindern. Das wäre eh nicht möglich. Viel besser wäre es, die Menschen zu ermutigen, ihre Stärken zu finden und zu versuchen, diese auszubauen. Das wäre realistisch möglich und würde Spaß machen.

Da hat er Recht, denke ich und meine, dass es bei Unternehmen genauso ist. Also:

Lass uns die eigenen Stärken suchen und ausbauen!

Und ab jetzt mache ich kein Risk Management mehr (das ja eigentlich Analyse der Schwächen heißen müsste), sondern prüfe nur noch kritisch, wo wir Stärken haben. Und wie wir die so richtig ausbauen können!

🙂 Nur dumm, dass der Gesetzgeber explizit ein Risk Management verlangt …

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuches findet man  in der Drehscheibe!

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