bild0354Um es vorwegzunehmen: Diese Strecke war unsere bisher schönste und längste Route. In Kovin sind wir um 6:53 gestartet. Über GAJ und DUBOVAC wollten wir STARA PALANKA, um dort die Fähre auf die andere Seite der Donau nach RAM zu nehmen.

In Gaj haben wir gefrühstückt. Kaffee vor einer Pizzeria/Disko. Beim Bäcker neben an gab es (nicht nur) hoch-leckere Schokoladenhörnchen. Noch warm! Vor dem Bäcker haben zwei Damen ihren Obststand aufgebaut. Wir genießen die Schokoladenhörnchen zu einem „türkischen“ Kaffee und decken uns mit einem Kilo Kirschen ein. Der Tag fängt gut an.

Die Straßen sind gut und ziemlich verkehrsarm. Die letzten 5 Kilometer zur Fährstation gehen über einem Dammpfad. Immer noch nass und matschig. Und wir sind zu spät!

bild0361Wie wir um 9:20 beim Fährhafen ankommen sehen wir die Fähre schon, beladen mit Autos. Aber Pech gehabt. Sie legt gerade ab. Wie wir am „Hafen“ sind, ist sich noch zum Greifen nahe, aber ignoriert uns.

Wann fährt die nächste Fähre? Ich bekomme 2 Antworten: Um Eins und um Zwei. Beides würde unseren Zeitplan über den Haufen werfen. Was machen? Den Umweg auf der rumänischen Seite (ca 80 km) in Kauf nehmen?

Oder warten?

bild0367Da sehe ich Schifferboote. Bei einem packt der Fischer gerade die Netze zusammen. Also frage ich ihn (mit Zeichensprache), ob er uns rüberbringen würde. Kein Problem – meint er (alles mit Zeichensprache) und macht sein Boot fertig.

Ich versuche, für die Überfahrt einen Preis auszumachen. Keine Chance. Aber ich will rüber. Wir laden die Räder und das Gepäck ein.

20 Minuten später sind wir auf der anderen Seite. Ich biete unserem Fährmann Geld für die Überfahrt an, will ihm was schenken. Er sagt nein. Wir wären in Serbien, und da mache man so etwas umsonst. Plötzlich kann er ein wenig Deutsch. Er war mal ein Jugoslawischer Polizist, darauf ist er stolz. Ich akzeptiere die geschenkte Überfahrt. Unser Fährmann winkt uns freundlich zum Abschied.

bild0370Es folgen noch fast 100 wunderschöne Kilometer. Immer an der Donau entlang, auf guten Straßen, fast ohne Autos. Es gibt Steigungen und Hotels, immer wieder den Blick auf die Donau, das „Eiserne Tor“, die Burg von Dubovac, alles unglaublich. Eine echte Traumstraße! Muss man mal geradelt sein.

Um 19:15 kommen wir dann in Donji Milanovac an. Ich frage einen Polizisten nach dem Hotel. Er empfiehlt und ein Privatquartier. Das ist so unerfreulich, dass wir dann wieder das Hotel suchen. Nochmals 100 Höhenmeter. Ordentlicher Standard. Riesenhotel. Viele Zimmer. Laute Disko.

Aber unser Zimmer hat einen wunderbaren Blick auf den großen Strom, der schon seit Ewigkeiten durch sein Bett strömt.

Abendessen und schlafen. Und schon den 2. Abend ohne Internet. Ich schreibe die Artikel auf Vorrat.

RMD
(Bilder folgen – wir müssen weiterradeln 🙂 ) – und jetzt sind sie da 🙂 !

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