bild0384Genau 125 km haben wir heute geschafft. Die Route war wieder wunderschön. Viel Donau und tolle Landschaft, kaum Autos, Lkws und Busse.

In Donji Milanovic haben wir im Hotel „Lepenski Vir“ geschlafen. Ein Riesenkasten am Hochufer der Donau. Es stammt aus der Zeit des Stammbaus. Ein echter Megabau, der obwohl renoviert, schon viele Schwächen zeigt. Aber imponierend: Speiseraum mit mehr als 500 Plätzen, 200 Doppelzimmer und 65 Einzelzimmer, diverse Sportanlagen, Schwimmbad, Saune, Internet-Café, Restaurants und Bars und vieles mehr.

Morgens um 6:30 wollte ich ins Internet. Aber – kein Wireless, auch nicht im Internet-Café. Kabel ginge zwar, aber im ganzen Hotel gab es kein Kabel. Ich habe meines dummerweise auch in Riemerling gelassen, auf die Idee ein Internet-Café ohne Kabel zu finden kam ich wirklich nicht.

Also – kein Internet – das habe ich später ein Stück hinter dem „Eisernen Tor auf einem Rastplatz nachgeholt. Von der Fahrt selbst gibt es viel zu berichten, die zahlreichen Steigungen, die Strecke an der Donau mit den 25 Tunnels (alles unbeleuchtet und für den Radler sehr abenteuerlich), das Monument von Constantin Dragan, der Staudamm usw.

Wie ich den Staudamm sehe, fällt mir ein dass zur Zeiten des Bürgerkrieges 2 Tage durch die westlichen Medien die Nachricht ging, dass der Damm vermint wäre und die Sprengung drohte. Ist glücklicher Weise nicht passiert und der Krieg ja auch schon wieder ein Jahrzehnt her.

In Negotin angekommen begeben wir uns auf Quartiersuche. War gar nicht einfach. Negotin ist auf der Karte relativ groß. War auch einiges los, die 8-Klässler haben mit einem Umzug mit Musik ihren Abschluss gefeiert. Auf der Karte waren 1 Hotel und mehrere Pensionen eingezeichnet. Eigentlich eine gute Voraussetzung für eine anständige Übernachtung. Das einzige Hotel hieß INEX. Es hatte leider nicht ein mal den postkommunistischen Charme.

Die weitere Suche war nicht einfach. Der Stadtplan unverständlich. Erst auf Nachfragen – sehr zögerlich, ich möchte nicht wieder zu einem Privatquartier mit unmöglichem Standard genötigt werden, finde ich eine Deutsch sprechende Frau. Sie kennt eine Pension, die sie empfehlen kann: Villa Christina. Ein junger Mann führt uns mit seinem Moped hin – ein echter Glückstreffer.

Durch die Quartiersuche ist es spät geworden. Wir wollen Essen gehen, aber ein Gewitter stoppt uns. So drehen wir um und kaufen in einem Geschäft das Abendessen ein.

Bei Brot, Käse und Wurst schließen wir den Tag ab. Es war wieder ein guter Tag!

RMD

1 Kommentar zu “Urlaubstagebuch #36 Freitag, 5. Juni von Donji Milanovac nach Negotin”

  1. Sascha (Montag, der 14. September 2009)

    Hallo,
    es freut mich sehr das sie auch in Negotin waren,zu diesen Zeit war ich auch in Negotin aber in eine andere vila,vila Delux sehr moderne Unterkunft,ein kleine 5 sterne Hotel war nicht schwer zu finden.Nächstes Jahr fahren wir wieder hin für 7 Tage und von dort machen wie ausflüge.Cao Sascha

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