Roland Dürre
Samstag, der 7. April 2012

Utb Palermo #7 Von Pizzo nach Nicotera (65 km)

Am Karfreitag werfen wir einen letzten Blick auf das wunderschöne Pizzo. Dann geht es los …

Es ist ziemlich spät geworden. Wegen der Festivitäten am Donnerstag vor Karfreitag haben wir uns erst um 9:00 zum Frühstück verabredet. Die Hörnchen kommen direkt aus der Bäckerei neben unserer Unterkunft.

Erst nach 10 Uhr können wir uns von Hörnchen und unserem netten Vermieter und seiner Bar los reißen. Pizzo war ein tolles Städtchen mit wunderschönen An- und Ausblicken.

Wir wissen nur die Richtung, wir wollen in den Süden. Es gibt eine Reihe von Wegvarianten. Wir sind uns nicht sicher, welchen Weg wir wählen sollen. Die Qual der Wahl.

So richtig weit wollen wir heute gar nicht kommen. Vielleicht bis Nicotera? Dann würden wir am Samstag nach Sizilien übersetzen können.

Wir entscheiden uns, runter zum Meer zu fahren. Dann weg vom Meer nach Ricadi und wieder runter. Dieser ist der längste aller Möglichkeiten. Aber er verspricht deutlich weniger Höhenmeter zu haben als anderen Routen.

Ein Zwischenziel von uns ist Tropea. Das soll auch so ein wunderschönes Städtchen am Steilufer in den Felsen sein.

Gegen 13:00 sind wir dort. Es ist noch schöner als erwartet. Immer diese Ausblicke aus größer Höhe aufs Meer, Strand und in die Ferne. Es ist traumhaft. Das Mittagessen dauert ziemlich lange. Und dann ist es schon nach drei, und wir haben erst 30 km gemacht.

Also auf nach Nicotera. Wird dann fast ein wenig stressig. Der Weg geht Zickzack, die Kilometer verfliegen und die Annäherung ist trotzdem kaum merklich.

Kurz vor 19:00 rollen wir in dem hohen Nicotera ein. Wir durchfahren die schmalen Gässchen der Altstadt auf der Suche nach einem Hotel. Kommen wieder mal zu einer wunderbaren Aussichtsplattform, die den Blick weit öffnet. Wunderschön.

Freundliche Bewohner erklären uns, dass es hier oben keine Hotels gibt. Aber in Nicotera Marina. Noch 5 km.

Noch eine letzte Abfahrt – fast 300 Meter in die Tiefe. Es ist schon ein wenig kühl geworden. Und dann sind wir angekommen und finden das Hotel Antica Marina. Und sind sofort begeistert.

Es gibt alles, was wir nach gut 1.000 Höhenmetern brauchen. Weiche Betten, eine Luxusdusche, tolles Essen und Spitzenwein. Die Zimmer sind wunderbar, wie in allen Hotels auf unserer Reise groß und geräumig mit wunderschönen Steinböden  – und (ein funktionierendes) WLAN ist heute im Preis mit drin.

Was will man mehr! Da stört uns auch die Wettervorhersage für den Karsamstag (Regen für die Region) nicht.

RMD

P.S.
Die Bilder sind einfach so immer von unterwegs. An die schönsten Bilder komme ich zurzeit nicht einfach ran. Hole ich dann zum Schluss meines Reisetagebuchs Palermo nach.

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