Roland Dürre
Montag, der 7. Juni 2010

UTB 71: Von Orvieto nach Trento – der Rückblick

Es war eine wunderbare Reise, wie das bei nicht organisierten Radreisen bei uns eigentlich immer so ist.

„Nicht organisiert“ heißt, dass wir immer auf der Suche nach dem besten Weg, der nächsten Einkehr und einer schönen Ruhestätte für die Nacht sind.

Jeder Tag ist voll von kleinen und größeren Ereignissen, bringt Tausende von Bildern und Eindrücken. Jeden Abend ein neuer Ort, ein neues Hotelzimmer, ein neues Zuhause.

Mir fällt eine Aussage von Martin Leuthold ein (Martin Leuhold ist langjähriger CEO von Jakob Schlaepfer und seit 37 Jahren im kreativen Modegeschäft an der Weltspitze erfolgreich – hier ein paar Bilder). Beim letzten RISE-Seminar kurz vor Reiseantritt hat er die Frage nach seinem Erfolgsgeheimnis so zu erklären versucht:  Er war immer ganz weit offen für alle Eindrücke und ist froh, nie ein Notizbuch verwendet zu haben, das ihn nur abgelenkt hätte.

So geht es mir bei meinen Reisen mit dem Fahrrad. Ich bin offen für die Welt. Und sammele so viele Eindrücke, dass ich ab und zu Angst habe, mein Kopf könne aufgrund der Menge platzen.

Wenn ich versuche, das Erlebte des Tages am Abend zu rekonstruieren, kommt vieles vom Tag zu mir zurück. Und ich merke, welche Kraft so eine Reise körperlich und emotional  kostet. Trotzdem macht sie den Kopf frei, bräunt den Körper und sorgt für neue Energien.

Gefühlt war es wieder eine kleine Weltreise. Wir haben uns unbekannte Menschen getroffen und haben mit ihnen eine kurze Wegstrecke unseres Lebens geteilt. In großartigen Städten haben wir einen kurzen Moment verweilt.

🙂 Und nebenbei noch den richtigen Wegweiser gefunden!

Aber jede Reise ist auch immer eine Reihe von Abschieden. So bin ich am Ende der Reise immer ein wenig sentimental. Es bleibt die Hoffnung, noch viele solch schöne Touren machen zu können.

RMD

Be Sociable, Share!

Kommentar verfassen

*