Roland Dürre
Mittwoch, der 27. April 2011

UTB Sardinien 7 – Von Carloforte nach Pula

Dienstag, der 26. April 2011, siebente Etappe!

Um 8:00 geht es zum Frühstück im Nichotel in Carloforte auf der Isola die San Pietro. Die Insel ist zwar Teil von Sardinien, scheint aber mehr zu Ligurien zu gehören. Für den Tag wähle ich die kurze Hose und das kurze Hemd – ich hoffe endlich auf Sonnenschein.

Wir wollen um 9:40 die Fähren nach Calasetta auf der Isola di St. Antioco nehmen. Die nächste fährt erst um 12:40 und das würde unseren Zeitplan gewaltig durcheinanderbringen.

Um kurz nach 9:00 sind wir bei Biletteria von „saremar“, das ist die Gesellschaft,die meisten Fähren zwischen den Inseln treibt. Die Fahrkarten sind billig, alles zusammen kosten sie für 2 Personen und die beiden Fahrräder 11,50 €. Da sind 6 € (für jeden von uns 3 €) enthalten, da wir keine Einheimischen sind.

Da kommt sie auch schon, die Madellena – unser Schiff nach Calasetta. Sie ist 1966 gebaut worden, wird also auch bald 50 Jahre alt. So sieht sie auch aus. Vieles im Schiff ist ganz nostalgisch, der Lack blättert auch kräftig ab.

Nach einer guten halben Stunde fahrt spuckt sie uns in Calasetta aus und verrichtet weiter ihren Dienst. Und es regnet. Aber es sollen die einigsten Regentropfen auf der ganzen Fahrt sein.

Wir fahren 15 km auf der Insel immer am Ufer entlang, wenig Verkehr, traumhaft. Dann kommt die Brücke zum Festland. Wir verlassen die Hauptstraße auf dem Verbindungsdamm und folgen einer kleinen Straße, die in die Karte eingetragen ist.

Und wir haben Glück. Die Straße geht durch zum Festland, wir müssen nicht umkehren. Und sehen viele Flamingos und manch andere Besonderheiten. Wir fahren heute konsequent nur auf Nebenstrecken. Ist ab und zu schwierig, auf den nicht geteerten Straßen ist der Untergrund feucht und matschig. Strengt an, besonders bergauf.

Gegen 13:30 kommen wir in Sant Anna di Sarres an. Und entdecken gleich ein Ristorante. Heute gibt es Spaghetti Vongolo. Köstlich, wieder sehr freundliche Bedienung, ausgezeichneter Nachtisch …

Und kein Regen! Die Räder laufen wie von selbst, es macht so richtig Spaß. Irgendwie wollen wir gar nicht aufhören.

Die Uferstraße am Golfo von Palmas ist etwas besonders schönes. Dann ein Stück ins Landesinnere und weiter geht es  an die Küste. Sogar die Sonne kommt jetzt zwischen durch raus.

Aber es ist schon 19:00 geworden. Und wir sind schon fast 90 km geradelt – und nach Cagliari sind es auch schon weniger als 40 km. Da taucht das Hotel Flamingo (vor Pula – direkt am Meer) auf. Wir halten an, für uns ist ein Zimmer (mit sea view) frei …

Heute Nacht schlafen wir mit offener Balkontür und Meeresrauschen. Und morgen sind es dann nur noch 40 km bis Cagliari. Dort wollen wir um 16:00 die Fähre Civitavecchio nehmen. So gehen wieder mal acht traumhafte Tage zu Ende …

RMD

P.S.
Morgen geht es nach Cagliari – und dann ist fürs erste Schluss mir Radeln durch Sardinien

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