Ostermontag, 25. April 2011, sechste Etappe

Wir schauen aus dem Fenster unseres Hotels Antica in Guspini. Es regnet zwar nicht, aber es sieht nach Regen aus. Diesmal beeilen wir uns. Schnelles Frühstück um 8:00 und Hurra, kurz vor 9:00 sitzen wir auf den Rädern.

Gleich geht es hoch zum ersten Pass, nach Arbus. Und schon fängt es an zu regnen. Der erste nasse Pass. dann geht es weiter über einen zweiten ziemlich „nassen“ und kalten Pass in Richtung Buggerru.

Mittags um 12 Uhr erreichen wir Buggeru. Mittagspause hier wäre verlockend, aber dummerweise liegt der wunderschöne Ort mit seinem noch schöneren Hafen weit unter uns. Da runter zu fahren haben wir keine Lust, also geht es weiter.

Und es regnet, nein es schüttet. Kurz vor unserem dritten Pass sehen wir abseits von unserer Straße ein „Ristorante“. Da stehen viele Pkws und Busse davor. Wir verlassen unsere Route und fahren dort hin.

Leider gibt es nichts mehr. Es ist schon 14:00, da werden keine neuen Gäste mehr angenommen. Also den Weg zurück auf die Strasse und weiter den Pass hoch – immer noch durch intensiven Regen.

Dann kommt die lange Abfahrt. Halt, in Nebida hat ein Restaurant offen. Der Regen ist noch dichter geworden, also nichts wie rein.

Allerdings, geschlossene Gesellschaft, wie wohl überall am Ostermontag. Unsere Ansprechpartnerin fragt beim Chef nach. Ja, wir bekommen etwas zu essen. Und es wird ein köstliches Mahl. Salat von Meeresfrüchten, Thunfisch und marinierter Fisch, und dann noch eine wunderbare Platte mit frittiertem Fisch. Nicht zu vergessen der Nachtisch.

Und das beste: Wir verlassen das Lokal – und es regnet nicht mehr. Das Wetter hält bis Portoscuso. Nach fast 80 km mit vielen Höhenmetern erreichen wir die Fähre um 18:30 nach Carloforto. Traumhaft.

Die Fähre braucht für die 10 km so gut eine halbe Stunde. Das heißt, dass wir kurz nach 19:00 auf der  Insel Isola die San Pietor in Carloforto ankommen.

Schon vom Schiff sehen wir ein Gebäude mit der Leuchtreklame Nichotel. Klingt nach Hotel. Wir verlassen das Schiff und nichts wie hin. Es ist wirklich ein Hotel, noch dazu ein sehr schönes. Die Dame am Empfang spricht sogar ein wenig Englisch (das hatten wir gar nicht so häufig.

Alles ist perfekt – es wurde noch ein schöner Abend in Carloforte. Und morgen geht es wieder mit dem Schiff um 9:40 weiter auf die Insel Isola die Sant’Antioco. Und dann noch so knapp 100 km (mit wenig Höhenmetern) in Richtung Cagliare.

RMD

P.S.
Die Daten: Heute haben wir die 80 km Tagesstrecke ganz knapp verfehlt (ohne die Überfahrt zur Insel). Es waren aber wohl über 1500 Höhenmeter und sehr viel Niederschlag. Jetzt hatten wir drei Sonnen- und drei Regentage. Und noch ein einen ganzen und einen halben Tag vor uns. Denn übermorgen am späten Nachmittag wartet in Cagliari die Fähre auf uns, die uns dann nach Italien bringen soll, damit wir den Nachtzug am Donnerstag Abend von Rom nach München erwischen.

P.S.2
Hätte gar nicht gedacht, wie viel Spaß „Radeln im Regen“ macht. Wäre wahrscheinlich eine echte Marktlücke …

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