Roland Dürre
Dienstag, der 23. April 2013

Verrückte Welt

Aldi kündigt in seinem Prospekt für Donnerstag, den 25 April da so ein Multimedia-Notebook für 459,- € an, das ich zwar nicht geschenkt haben möchte, das aber ganz toll und günstig sein soll. In diesem Flyer wird auch erklärt, dass „Medion® Windows 8 empfiehlt“, weil es so „schön, schnell und flüssig“ wäre. Da steht dann auch der Hinweis „Windows 8 mit Windows® Experience Oberfläche“. Da ist sie wieder, die alte Wintel-Verbindung von Microsoft® und Intel®.

Und bei Aldi werden Sie sich wieder wundern, wie viele davon in den Regalen stehen bleiben werden. Auf der Rückseite des Flyers lese ich, dass die 1.000 Gigabyte Festplatte jetzt 69,99 € kostet. Vor einem Jahrzehnt war das kaum vorstellbar. Die Hardware scheint sich immer noch im Rekordtempo zu entwickeln.

Ansonsten geht es in der IT-Welt drunter und drüber. Microsoft versucht wieder zu punkten. Apple kocht sein eigenes Süppchen und Google verlässt die HTML-Gemeinschaft. Was Amazon so treibt, weiß man eh nicht so genau. IBM und HP scheinen zuzuschauen, wie die „Großen“ sich bekämpfen. Dell unternimmt einen neuen Anlauf und Fujitsu aus Japan gibt es auch noch.

Das alles spielt aber eh keine Rolle, weil die Zukunft der IT-Technologie ja eh den Asiaten gehören wird und da schon seit einiger Zeit ganz neue Namen die technologischen Weichen stellen und die Märkte erobern.

Aus den Kreisen der mächtigen CIOs höre ich, dass Java nicht mehr salonfähig ist – wohl wegen dem Erwerb von Sun durch Oracle. Andere Auguren berichten mir, dass c# (c sharp) wahrscheinlich auch nicht die Sprache der Zukunft wäre. Ich weiß nicht mehr weiter und stelle die Frage, in welcher Sprache wir denn in fünf Jahren programmieren werden.

Die Pragmatiker zucken mit den Schultern und verweisen auf Phyton als eine in USA beliebte Alternative zum programmieren. Das kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Die Akademica erklärt mir, dass man es leider in den letzten zwei Jahrzehnten verabsäumt hätte, Programmiersprachen weiter zu erforschen und zu entwickeln. Außerdem hätte man ja auf die Mozilla-Foundation gesetzt, aber die sei wohl zu schwach.

So höre ich die IT-Analysten reden. Weiß zwar nicht, wie viel die von der Sache verstehen, da ich ja die aktuelle Entwicklung auch nicht mehr verstehe. IT ist irgendwie komplex und unüberschaubar geworden – und hatte (und hat) eine rasend schnelle Entwicklung, die auch mich förmlich überrollt hat.

Doch erinnere ich mich an eine Zeit gab, da schien Unix zu konvergieren (X-OPEN). Das war eine gute Sache – auch wenn es letztendlich dann auch nicht funktioniert hat. Ich da habe ich gerne mit „c“ programmiert und fand das die beste Sprache meines Programmierlebens. Zugegebener Weise eine Sprache mit einer gewissen Unschärfe – aber es war sehr schön mit ihr zu entwickeln. Und es kamen effiziente Systeme und Lösungen heraus.

Da alles so komplex ist, verdränge ich das alles. Und freue mich auf meinen kleinen Nexus mit Ubuntu. Vielleicht bekomme ich ihn ja schon morgen. Gekostet hat das 250 € inklusive Mehrwertsteuer. Für die Zutaten wahrscheinlich auch viel zu teuer – wie mein Airbook. Das ist am 23. 11. 2010 registriert worden und somit schon bald drei Jahre alt. Zwar rennt es immer noch wie eine eins, aber irgendwie komme ich immer mehr aufs Tablett. Und der Mischling Ubuntu/Nexus könnte dann das Airbook in meinem kreativen Alltag ablösen …

Schau mer mal …

RMD

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