Roland Dürre
Montag, der 8. März 2010

„Viele kleine Urlaube“ oder „Die wertvollste Zeit“

Beides ist der Radweg in die Firma oder zum Kunden!

In diesem Winter habe ich nur wenig Fahrradfahrer getroffen und war ziemlich alleine auf meinen Fahrradwegen. Oft war der Schnee auf den Wegen unberührt, oder es lag nur eine einsame Spur vor mir. Dagegen standen die Autos auf den Straßen längs der Radwege oft im Stau und pumpten ihre Abgase in die Luft.

Irgendwie verstehe ich das nicht. Klar ist Radfahren im Winter beschwerlicher. Ab und zu ist es richtig kalt. Aber meistens ist man doch in einer vernünftigen Zeit am Ziel und wieder im Warmen. Beim Schifahren bleiben die Menschen einen ganzen Tag im Kalten und finden das toll.

Radfahren im Winter hat einen riesigen Spaßfaktor. Das mag an der weißen Landschaft liegen, an der Freude an der zu erbringenden höheren Geschicklichkeit oder am Fühlen der kalten Natur. Oder an allem zusammen.

So mache ich auch im Winter jeden Tag mindestens zweimal (auf dem Weg zur Arbeit und zurück) Urlaub. Der zeitliche Mehraufwand ist er erstaunlich gering, weil die Fahrt mit dem Fahrrad auch auf ein wenig längeren Distanzen (10 – 15 km) kaum länger dauert als mit anderen Verkehrsmitteln.

Die Zeit kann ich bestens nutzen. Weder in öffentlichen Verkehrsmitteln noch im Auto kann ich mich so exzellent auf meine Gespräche (und die sind halt wesentlicher Teil meiner Arbeit) vorbereiten. Was sind die Interessen meiner Gesprächspartner, was ihre Erwartungen und Bedürfnisse? Was schätzen sie an uns, was mögen sie an mir vielleicht nicht? Wie kann ich ihn überzeugen, auf welche meiner Argumente wird er eingehen. Wie kann ich das Eis auftauen (falls es vorhanden sein sollte)? Was will ich eigentlich erreichen?

Und das kann man nirgends besser durchdenken als wenn man sich mit dem Fahrrad gemütlich auf einem einsamen Radweg durch Schnee und Sonne (oder auch Nebel und Schneetreiben) treiben lässt.

RMD

P.S.
Es ist übrigens erstaunlich, welch schöne Wege man im Lauf der Zeit auch durch eine betriebsame Großstadt wie München entdeckt. Oder liegt es daran, dass München eben doch ein Dorf geblieben ist?

1 Kommentar zu “„Viele kleine Urlaube“ oder „Die wertvollste Zeit“”

  1. Chris Wood (Dienstag, der 9. März 2010)

    I enjoy my 15km per day, (summer and winter) too. Uncleared snow is a problem only when it is deeper than 10cm. In recent years, I have avoided falling off.

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