Roland Dürre
Dienstag, der 17. März 2009

Von den lieben Renten und …

Im Oktober letzten Jahres hat eine OECD-Studie belegt, dass die Armut in Deutschland voran schreitet. Die Schlagzeile in der Süddeutschen war „Kinder sind die Verlierer, den Rentnern geht es immer besser„. Von der Studie wurde z.B. im Spiegel oder in der FAZ berichtet. Und ich habe den Eindruck, dass sich diese Entwicklung in den letzten Monaten fortgesetzt hat.

Vor einem Jahr hat die Bundesregierung die „Rentenformel“ für 2 Jahre außer Kraft gesetzt, um die Renten gegen die rechnerische Vorgabe erhöhen zu können. Das habe ich nicht verstanden, war diese Formel doch ein mühsam erkämpfter Kompromiss um die Renten gegen die demographische Entwicklung zu stabilisieren. Und die Formel sollte die immer wieder aufflammende Diskussion über Rentenerhöhungen entemotionalisieren und beenden.

Jetzt werden die Renten wieder erhöht. Natürlich wieder mit der Gießkanne. Viele unserer Rentner haben 59 Jahre in einem goldenen Zeitalter gelebt haben und sind bestens versorgt. Für meisten von diesen ist es eine marginale Erhöhung, die sie gar nicht bemerken werden. Anstelle der „Gießkanne“ hätte ich eine Erhöhung des Sockelbetrages als sinnvoller empfunden, denn den wirklich armen Rentnern hilft diese Erhöhung nicht, in den meisten Fällen dürften dann bestenfalls andere Sozialkassen entlastet werden.

Aber vielleicht mache ich mir da viel zu viel Gedanken und es geht eigentlich nur um ein kleines Geschenk an die (älteren) Wähler im Super-Wahljahr 2009. Und Geld spielt ja eh keine Rolle mehr.

RMD

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