Roland Dürre
Freitag, der 14. Juni 2019

Von Moskau nach Peking mit der Bahn #1 Einleitung.

Ein Reisebericht der anderen Art (1).

Wir haben es geschafft. Gestern sind wir in Peking angekommen! Nach fast 8.000 Kilometern im Zug!

Um es gleich zu sagen – ich bin sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben. Sie war anstrengend schön oder schön anstrengend, ganz wie Ihr wollt. Wir hatten ein großartiges Erlebnis mit vielen tollen Eindrücken und Anregungen.

Ich werde hier davon berichten. Aber nicht in Form eines traditionellen Reiseberichts mit einer chronologischen Aufzählung und Beschreibung von Fahrten und Orten. Hans-Peter Kühn hat schon 2009 hier in IF-Blog von der gleichen Reise – nur noch weiter über Peking nach Tibet mit Rückflug von Shanghai – berichtet. Seine Artikel-Serie ist immer noch aktuell, soviel hat sich in den letzten zehn Jahren nicht geändert.

In meinen nächsten Artikeln zu unseren Reisen werde ich meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken wieder geben. Es wird nicht um Wissen und Fakten gehen, die findet man besser in Wikipedia oder anderen Seiten im Internet. Sondern um von mir Erlebtes und Gefühltes.

Der Zarengold-Express beim Stop am Baikal-See.

Zur Reise selber:
Schon lange hatten wir die Absicht, Sibirien mal mit der Eisenbahn zu durchqueren. Einer unserer Söhne Maximilian lebt seit mehreren Jahren in Asien, die letzten Jahre in Peking. Wir besuchen ihn und seine Familie immer wieder gerne. Da er bald nach Europa zurückzukommen zurück kommen wird, haben wir die Gelegenheit genutzt, ihn noch mal mit der Eisenbahn zu besuchen.

Ich war selber noch nie im „neuen Russland“ und wollte das Land und seine Menschen erleben. Deshalb haben wir eine „Bildungsreise“ bei „Lernidee“ gebucht und sind am Sonntag, den 2. Juni am Abend in Moskau in den Sonderzug nach Peking eingestiegen. Gestern (Donnerstag, den 13. Juni) um 14:30 war Ankunft in Peking.

Von den 11 Nächten auf dieser Reise haben wir acht Nächte im „russischen“ Sonderzug verbracht, eine Nacht in Irkurts in einem Hotel, eine Nacht in der „sibirischen Schweiz“ in der Nähe von Ulaan Baatar in einer Jurte und eine Nacht im chinesischen Sonderzug, der uns an der mongolisch-chinesischen Grenze „aufgepickt“ und nach Peking gebracht hat.

Für uns als am liebsten individuell Reisende war das etwas Neues: Jeder Tag war voll gepackt mit Ausflügen, die zusammen so eine Art von Bildungsprogramm dar stellten. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und waren andauernd beschäftigt.

Die Mühe hat sich gelohnt, Land und Menschen wurden uns sehr nahe gebracht. Das lag besonders am Valeri, unserem ausgezeichneten „Guide“, der uns fast die ganze Reise begleitete. Mit jedem Tag erfuhren wir mehr und mehr, was für ein großartiger Mensch, kluger Philosoph wie auch glänzender Organisator er ist.

Mein Kopf und mein Herz sind voller Erinnerungen. Ein paar der wichtigsten Eindrücke werde ich jetzt in IF-Blog in loser Reihenfolge veröffentlichen – wie alle meine Artikel vor allem als persönliche Notizen für mich.

Hier habe ich den Zug bei unserem Stop am Baikal-See von hinten aus einem Tunnel fotografiert.

Die Fahrt ist jetzt vorbei, mein Kopf wie mein Herz sind voll. Der Gedanken-Topf quillt schier über. Jetzt sammel und verarbeite ich erst Mal die vielen Eindrücke.

Zwei Nächte bleiben wir noch in Peking. Dann gibt es ein paar Tage Urlaub, am 22. Juni bin ich wieder im deutschen Alltag

Sobald ich die nächsten Tage Zeit und Muße finde, werde ich ein paar Gedanken und Erfahrungen aus den letzten zwei Wochen hier ablegen.

Mit besten Grüßen aus Peking!

RMD

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