Roland Dürre
Montag, der 14. Dezember 2009

Von Ottobrunn nach Unterhaching #11 – Neue Technologie im Phönix

BILD1920Wenn das Unterhachinger Freibad geschlossen ist (Mitte September bis Mitte Mai, eine lange Zeit), dann gehe ich ins Phönix. Das Phönix ist das Ottobrunner Schwimmbad und liegt direkt auf meinem Radweg von Ottobrunn nach Unterhaching. Meistens schaffe ich es so 4 mal die Woche, meine 40 Längen zu schwimmen.

Mit dem Umbau ist neue Technik ins Phönix eingezogen. Ich bekomme jetzt an der Kasse einen kleinen grünen Chip, man sieht ihn auf dem Bild im gelben Schlitz des Armbands.

Die neuen Chips sind kleine runde Plastikschreiben mit einem maschinell lesbaren Innenleben. Das enthält verschiedene Daten. Zum Beispiel wann die Badezeit abläuft. Oder ob es ein Mehrfachchip ist. Eine „Zehnerkarte“ z.B. kommt 10 mal beim Ausgang wieder aus dem Auslass-Automaten heraus, beim 11. Mal verschluckt der Automat sie.

Früher waren die Eintrittskarten kleine Papierkarten. Die hatten auch einen Magnetstreifen. Wann man wieder raus musste, auf der Karte lesbar sind.

Das sieht man dem Chip nicht mehr an, auch nicht, wie viel Besuche der Chip noch enthält.

BILD1919Ein gutes haben die grünen Chips, sie sind wiederverwendbar und sparen Papier. Und die grünen Scheiben sind (bisher) zuverlässiger als die Papierkarten. Früher hat man die Karte innen in einen Schlitz stecken müssen, um die Schließfächer für die Kleider verschließen zu können. Das System war empfindlich und hat ab und zu Probleme gemacht. Und die Papierkarten konnten nur einmal benutzt werden.

Jetzt steckt man die grüne Scheibe in den Schlitz des gelben Armbandes, verriegelt das Schließfach und kann dann das Armband raus nehmen.

Vor kurzem konnte ich beim Einbau der neuen Schließfachschlösser zuschauen. Die grünen Chips in den Umkleidefächern werden elektronisch gelesen! In jedem der schwarzen „Schlösser“ ist eine richtige „Flachbaugruppe“. Die sieht unheimlich kompliziert aus. Und funktioniert natürlich elektrisch. Nicht elektromechanisch, z.B. durch einen Aufzug beim Einschiebens des Chips, sondern – man höre und staune – mit Akkus!

Die Akkus enthalten Strom für 2 Jahre und müssen dann wieder aufgeladen werden. So hat es mir der Monteur berichtet, der die Karten installiert hat. Man kann übrigens auch einen Fehlermodus herbeiführen, so dass die Karte ein Geräusch macht. Dürfte dann den Stromverbrauch erhöhen.

Es gibt übrigens ziemlich viele solche Schließfächer im Schwimmbad. Scheint mir eine sehr komplexe Lösung zu sein. Weiß nur nicht was der Zweck der „intelligenten“ Schließfächer ist. Soll damit verhindert werden, dass die Schlüssel mit Hilfe des Einsatzes gefälschter Pfandmarken entwendet werden?

Ich bin schon mal gespannt, wie lange das System funktioniert. Und ob manche Akkus nicht früher leer sind als andere. Und ob man mit den Akkus in zwei Jahren nicht dann doch das ganze System austauscht. Gerade in der Elektronik ist der technische Fortschritt nach wie vor rapide.

Das ist kein „lean“ und „cheap“ design und sieht alles andere als billig aus. Als Kunde muss ich letztendlich alles bezahlen. Und schwimmen gehen in Ottobrunn ist alles andere als billig. Der Frühtarif am Werktag beträgt 4 EURO (8 DM) für 90 Minuten! Nur der Spättarif ist ein wenig günstiger, dafür sind die Tarife während des Tages und an Wochenenden und Feiertagen erheblich teurer.

RMD

1 Kommentar zu “Von Ottobrunn nach Unterhaching #11 – Neue Technologie im Phönix”

  1. Chris Wood (Dienstag, der 15. Dezember 2009)

    Maybe not everybody knows that the Phönixbad got its name because the old establishment burnt out in the night. My daughter Caroline was proud that the Hohenbrunner fire brigade got to the fire faster than the Ottobrunner „home team“. But it was rather too late anyway.

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