Roland Dürre
Samstag, der 3. Mai 2008

Von Ottobrunn nach Unterhaching #2 (Rad/MVV/AUTO)

Hier die Fortsetzung meiner Reflektionen zu meinem Arbeitsweg:

Wenn ich von zu Hause mit dem Fahrrad nach Unterhaching fahre sind es hin und zurück 12 km. Ein gutes Fahrrad kostet durchaus um die 20 cent/km (Abschreibungen auf Anschaffungspreis, Verschleiß wie Reifen, Kette, Ritzel, Wartung und Reparaturen). Wenn man die notwendigen Arbeiten nicht selber ausführt, kommt man auch ganz schneller drüber.

Fahrrad:

Kosten: 12 km à 20 cent 2,40 EURO (ohne erhöhten Kleider-Verschleiß)

Zeitbedarf: von Tür zu Tür ca. 45 Minuten.

Vor- und Nachteile: Ab und zu werde ich nass. Der Genussfaktor ist vom Wetter abhängig. Aber man gewöhnt sich auch an Regen und Kälte. Und der Anzug leidet unter Radfahren.

Man kommt nicht nur mit dem Fahrrad von Ottobrunn/Riemerling nach Unterhaching. Ich kann auch das Auto nehmen, öffentlich fahren, Inline Skaten oder Joggen.

Mit dem Auto geht ein wenig schneller als mit dem Fahrrad. Zur Rush-Hour kann es aber auch länger dauern. Die Kosten sind eine Frage der Betrachtung. Rechne ich nur den Diesel (das Auto habe ich ja sowieso), dann ist es billig. Autoweg ist ein wenig weiter, also 13 km. Auf 100 km brauche ich so zwischen 6 und 7 Liter, also 1 Liter. Das macht 1,40 (Dieselpreis 2. Mai in Ottobrunn). Wenn ich eine Vollkostenrechnung mache, dann bin ich vielleicht bei 35 cent den Kilometer, also 4,55 EURO. Da wir bei InterFace eine geräumige Tiefgarage haben (vor allem auch für unsere Gäste) brauche ich keinen Parkplatz suchen.

Auto:

Kosten: Nur Diesel 1,40 EURO / Vollkostenrechnung 4,55 EURO (ohne von InterFace gestellten Parkplatz – 40 EURO im Monat)

Zeitbedarf: von Tür zu Tür ca. 4o Minuten

Vor- und Nachteile: Gelegentlich stehe ich im Stau, keine Bewegung, dafür warm und trocken. Und das stehen vor den Ampeln macht mich manchmal aggressiv. Keine Bewegung, müsste dann Abends ins Fitness-Studio.

Die motorisierte Alternative zum Auto ist übrigens mein C1 von BMW, ein reines Lustobjekt. Braucht ein bisschen weniger Benzin und macht richtig Spaß. Aber da kommt dann das schlechte Gewissen: „Du könntest auch Radfahren“.

Wenn ich öffentlich fahren will, dann nehme ich die S-Bahn. Von zu Hause zum Bahnhof in Ottobrunn brauche ich genau 7 Minuten. Die S6 fährt in 11 Minuten nach Giesing, dort habe ich 10 Minuten Aufenthalt und fahre mit der S5 in 6 Minuten nach Unterhaching. Vom Bahnhof Unterhaching zu InterFace sind es 5 Minuten. Macht dann zusammen 27 Minuten reine Fahrt und Umstiegszeit und 12 Minuten Fußweg.

S-Bahn:

Kosten: 2 Einzelfahrkarten 4,40 EURO, mit Streifenkarte (4 Streifen à Euro 2,10)4,20

Zeitbedarf: Hin und zurück und von Tür zu Tür 1:18 Stunden (wenn S-Bahn pünktlich!?)

Vor- und Nachteile: In der S-Bahn kann man lesen. Zu gewissen Zeiten ist sie überfüllt und ich muss stehen. In Giesing beim Umsteigen ist es ab und zu sehr zugig. Und das Problem mit der Pünktlichkeit. Die Zuverlässigkeit der S-Bahn im Münchner Raum ist doch sehr unterschiedlich. Und wenn man den Anschluss in Giesing verpasst, dann wartet man halt auch mal 20 Minuten.

So ein Vergleich ist doch mal ganz interessant, vielleicht regt er zum Nachdenken an. Bei mir gewinnt das Fahrrad mit deutlichem Abstand, der öffentliche Verkehr landet (leider) auf dem letzten Platz.

Ich kann auf meinem Arbeitsweg auch Joggen, Inline Skaten oder Taxifahren. Taxifahren habe ich noch nie ausprobiert. Joggen und Inline Skaten ist aber der Luxus pur. Kann ich mir gelegentlich leisten, weil wir bei InterFace eine schöne Dusche im Keller haben und bei mir immer ein sauberer Anzug mit Zubehör im Schrank hängt.

RMD

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