Im IF-Forum (Gäste sind noch willkomen – hier zur Einladung) morgen (23. Juli 2015 um 18:00) bei uns in Unterhaching geht es um „Lernen in Innovation“. Bruno Gantenbein wird anhand der Metapher des Unschoolings zeigen, wie Kinder lernen können und wollen und dabei Parallelen zum Lernen von erfahrenen Projekt Managern und erwachsenen Führungskärften aufzeigen.

Das Jahr 2015 ist bei InterFace Frau Ada Lovelace gewidmet. So hat mich Florian Specht als Veranstalter gebeten, bei der Hinführung die Frage zu beantworten:

Was verbindet Ada Lovelace mit „unschooling“?

🙂 Ich habe deshalb die folgende Hinführung entworfen, die ich aber morgen so nicht halten werde. Aber ich kann sie ja trotzdem mal veröffentlichen. Die richtige „Hinführung“ gibt es dann morgen live zu hören und wird natürlich auch veröffentlicht.

Ada im Alter von 4 Jahren

Ada im Alter von 4 Jahren

Welchen Berührungspunkte gibt es von Ada Lovelace und anderen Menschen wie Galileo Galilei (dem InterFace-Gesicht des Jahres 2014).

Mir sind weiter herausragende Persönlichkeiten wie Blaise Pascal, Leonardo da Vinci, Friedrich Nietzsche oder „die alten Griechen“ (Archimedes oder Sokrates) und der Römische Erzieher Seneca eingefallen.

Was haben diese Menschen alle mit „unschooling“ gemein?

Bei der Vorbereitung habe ich als erstes den Artikel zur Schulpflicht in Wikipedia nachgelesen.

Wir lernen:

  • Schulpflicht gab es nicht immer.
  • Sie wurde erst spät eingeführt und viel später umgesetzt.
  • Mancherorts betraf sie nur einen Teil und häufig nur den männlichen der Bevölkerung
  • Gelernt wurde aber immer im Leben und von Menschen und nicht so sehr in Schulen.

Dann habe ich mir die Lebensgeschichte von Ada Lovelace angeschaut. In Wikipedia finden wir als ersten Satz zu „Ada Lovelace“:

Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace, allgemein als Ada Lovelace bekannt (geborene Augusta Ada Byron;[1]10. Dezember 1815 in London; † 27. November 1852 ebenda), war eine britische Mathematikerin.“

Es lohnt sich den Artikel zu lesen. Sie war zweifelsfrei ein Genie.

Die anderen genannten Persönlichkeiten scheinen mir jedoch nie so richtig in die Schule gegangen zu sein:

Blaise Pascal (* 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand; † 19. August 1662 in Paris) war ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph.

Galileo Galilei (* 15. Februar 1564 in Pisa; † 29. Dezember 1641jul./ 8. Januar 1642greg. in Arcetri bei Florenz) war ein italienischer Philosoph, Mathematiker, Physiker und Astronom, der bahnbrechende Entdeckungen auf mehreren Gebieten der Naturwissenschaften machte.

Wen wunderts, denn zu Lebzeiten der letzten beiden Persönlichkeiten gab es noch gar keine Schule im heutigen Sinne.

Als Kind habe ich immer die „alten Griechen“ bewundert. Was die mit einfachen Hilfsmitteln und ein wenig Rechnen für enorme und revolutionäre Erkenntnisse gewonnen haben. Zum Teil nur durch Beobachten, Denken und einfache Experimente. Und wen überrascht es: auch damals gab es so ein formatiertes Schulsystem wie wir es heute haben nicht.

So verstärkt sich bei mir der Verdacht, dass manche Innovation in der Geschichte der Menschheit nicht möglich gewesen wäre, wenn die Menschen damals so wie heute üblich in einer Regelschule von klein auf indoktriniert worden wären.

So richtig aber ging mir ein Licht auf, wie ich den Film namens Alphabet gesehen habe. ALPHABET, der Film ist von Erwin Wagenhofer in 2013 gedreht worden. Nach WE FEED THE WORLD und LETS MAKE MONEY war ALPHABET der letzte und abschließende Teil seiner bekannten Trilogie. ALPHABET ist ein Film, der ganz leise und weltweit die Situation der Kinder in Ausbildung beschreibt.

Ein Zitat aus dem Film hat mir besonders gut gefallen. Es scheint ein Ergebnis wissenschaftlicher Forschung zu sein:

98 % aller Babies kommen als Genie zu Welt. Am Ende der Ausbildung sind es dann noch 2 %.

Dann bliebe nur noch die Frage, wie Frau Lovelace ihr Genie bewahren konnte, denn vor 200 Jahren gab es ja schon die ersten Ansätze zur allgemeinen Schulpflicht.  Lage es vielleicht daran, dass es Schule damals in manchen Regionen nur für Buben gab? Die ja auch immer so tapfer sein mussten und nicht weinen durften?

RMD

P.S.
An meiner Hinführung (Version 2.0) muss ich jetzt noch ein wenig feilen. Und das Bild ist übrigens aus Wikipedia.

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