Roland Dürre
Mittwoch, der 2. November 2011

Was ich nicht mag … #17 Naturverschwendung und Bodenversiegelung

Heute ist es weniger ein Nörgeln sondern mehr ein Bedauern …

In Ottobrunn am Haidgraben ist unser Friedhof. Vor dem Friedhof gibt es einen Parkplatz. Fast täglich radle ich auf meinem Weg nach Unterhaching da vorbei und stelle fest, dass er immer leer war und auch heute noch leer ist.

Nur ein paar Mütter nutzen ihn kurzzeitig, während sie ihre Kinder unweit bei einem privaten Kindergartens abliefern. Und ein paar Anwohner erfreuen sich über die Möglichkeit, den Zweitwagen abseits der Straße abstellen zu können.

Trotzdem kann ich die Zahl der geparkten Autos fast immer an einer Hand abzählen. 364 Tage im Jahr ist das so – ein leerer Parkplatz.

Nur einen Tag  im Jahr ist der Andrang auf den Friedhof so richtig groß. Da gibt es immer ein (kleines) Parkchaos und die Autos parken auf dem Radweg. Deshalb wurde vor ein paar Jahren der Parkplatz verdoppelt!

Jetzt frage ich mich, was ist der größere Schaden?

Einmal im Jahr ein zu geparkter Radweg, dies in einer Jahreszeit, wo eh nur ganz wenige Radler unterwegs sind. Die es auch nicht stört, weil parallel zum Radweg ein breiter Fußweg verläuft, auf dem auch fast nie Menschen anzutreffen ist.

Oder eine unbedachte Versiegelung mehr eines schönen Stücks Natur? Die wieder Wald und Wiese gekostet und übrigens auch den eh schon strapazierten Gemeindesäckel des stark verschuldeten Ottobrunns weiter belastet hat.

Leider sehe ich auf meinen Radfahrten noch viel mehr Beispiele von solch unnötiger und sinnloser Versiegelung von Boden.

Was mache ich?

Jedes Stück unsinnigen Naturverbrauchs tut mir weh. Ich wünsche mir weniger Verschwendung, im allgemeinen wie im speziellen bei unserem Boden. Und bitte die Administration und die Politik, die Versiegelung von Boden besonders für Verkehrs- und Infrastruktur-Maßnahmen nur noch als „ultima ratio“ zuzulassen.

Und: Wenn irgendwie sinnvoll machbar, dann plädiere ich fürs Radfahren …

RMD

1 Kommentar zu “Was ich nicht mag … #17 Naturverschwendung und Bodenversiegelung”

  1. Chris Wood (Donnerstag, der 3. November 2011)

    I remember cycling past this graveyard, and seeing two very old ladies chatting. I had a sudden urge to advise them to talk somewhere else, because the graveyard had been short of customers recently. I am glad that I resisted this urge.

    Where I live, along the road are pieces of low growth (with berries) and small trees. At this time of year, the low plants get covered with leaves. For years, I have cleared away these leaves in front of my house, and also pulled up dozens of small trees that start to grow. But nobody else bothers. So the other small patches did not look good. The recent response was to spread a lot of gravel with some new low plants, (my patch was left as it is). This is now covered with leaves, which will kill most of the plants, and hide the gravel. I see gravel and stones spread next to other roads and cycle paths. Soon it spreads, which is unpleasant for cyclists. It must have to be cleared out of the drains. Perhaps our mayor has a friend with a gravel pit? Incidentally Britain is running out of gravel, and imports it.

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