Roland Dürre
Mittwoch, der 8. Februar 2012

Was ich nicht mag … #21 Kindsmißbrauch

Kinder, Kirche, katholisch

Immer wieder erscheint das Thema Missbrauch von Kindern durch katholische Priester in den Medien. So heute morgen wieder in der Radiowelt von Bayern 2. Da wurde von einem besonders spektakulärem Fall berichtet. Die betroffene Frau bekommt jetzt wohl eine Audienz in Rom.

Und immer wieder ärgere ich mich. Da wird soviel erzählt, berichtet und kritisiert. Und von den unglücklichen Opfern erzählt. Entsetzen und Abscheu werden geheuchelt. Die Kirche verspricht Besserung.

Aber:

Menschen sind Menschen und Männer sind Männer. Und die haben halt so etwas wie eine sexuelle Appetenz. Und so lange der Trieb durch den Zölibat eingemauert wird und eine Sexuallehre Geschlechtsverkehr und Onanie als sündiges Treiben brandmarkt, solange werden die Triebe der betroffenen Männer (und wahrscheinlich auch Frauen) auf irgendeine Art und Weise die Mauern durchbrechen. Und das eben nicht nur auf die “normale Weise”.

Also:

Der Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche ist wohl systemisch zwingend. Er wird in erster Linie durch den Zölibat und eine absurde und perverse Morallehre begründet. Wenn die Kirche wirklich die Situation verbessern will, dann muss sie als erstes den Zölibat abschaffen. Aber da stellt sie sich mehr als taub. Deshalb ist jedes Versprechen, die Situation zu verbessern, ein Lippenbekenntnis, wahrscheinlich eine vorsätzliche Lüge.

So bitte ich die Medien:

Auch wenn Ihr meint, die Berichte von Opfern katholischer “Geistlicher” zu brauchen, um Eure Auflage zu halten, so denkt bitte auch an die zukünftigen Opfer. Und prangert dann in jedem Bericht über ein Opfer auch den Zölibat und die perverse katholische Sexualmoral als Ursache an!

Sonst kann der Wahnsinn nie aufhören!

RMD

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2 Kommentare zu “Was ich nicht mag … #21 Kindsmißbrauch”

  1. Hans Bonfigt (Donnerstag, der 9. Februar 2012)

    Wenn Sie den Kirchensumpf trockenlegen, dann flüchten die Päderasten
    halt in viele andere Ecken. Da ist es doch praktischer, man hat sie zentral
    unter Kontrolle.
    Gleichzeitig können Eltern durch einen Kirchenaustritt effektiv verhindern,
    daß ihre Kinder mit diesen kranken Menschen in Kontakt kommen.

    Und glauben Sie mal nicht, daß es ohne Zölibat besser wäre:
    Die Evangelen sind nicht besser, nur bigotter. Anständige Vollblut-
    krähen wie Mixa oder sein viel zu früh verstorbener Vorgänger
    Dyba benehmen sich genau so, wie es Andreas Corvin im
    Pfaffenspiegel beschrieben hatte – und stehen dazu.

    Jetzt vergleichen Sie ‘mal mit Käßmann …

  2. Chris Wood (Donnerstag, der 9. Februar 2012)

    I have no wish to defend the Roman Catholic Church. But is it scientifically established that RC teaching increases such behaviour? I believe that most pederasty happens within the family and its friends. Strange that so long after the Kinsey reports, such general knowledge is so vague. I suspect that mild pederasty by kind adults causes no harm, but has this been studied?
    In ancient Greece, sex between a young man and a boy was regarded as normal and Mohamed, by today’s standards had a child wife.
    Still I suspect that Roland is right.
    By the way, in the Bible, Onan angered God by coitus-interruptus, rather than by wanking, so I would in German refer to “Wichsen” rather than “Onanie”.

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