Roland Dürre
Donnerstag, der 15. März 2012

Was ich nicht mag … #23 Lange Zahlungsziele für Dienstleistungen

Zurzeit dürfte sich so mancher Freiberufler und Unternehmer aus dem Bereich Dienstleistungen gemeinsam mit mir ärgern. Die Zahlungsziele gerade von großen Unternehmen werden immer länger. Einseitig verlängert vom mächtigen Auftraggeber – auch ohne Rücksicht auf bestehende Verträge.

Sofern ich mich an meinen BWL-Unterricht richtig erinnere, steht im BGB, dass der Entgelt für eine Dienstleistung mit der Erbringung der Leistung fällig wird. Das ist auch nachvollziehbar, denn man kann ja schlecht für erbrachte Dienstleistung einen Eigentumsvorbehalt vereinbaren. Besseres Wissen von Juristen ist willkommen …

Jetzt leben wir aber in einer Zeit, die uns immer mehr und absurdere Gesetze beschert. Diese werden aber auch immer häufiger ignoriert, vielleicht weil sie immer absurder sind. Und da in dieser Zeit „Der Zweck die Mittel heiligt“ und der Zweck halt meistens nur noch als Profit definiert wird, spielen die alten kaufmännischen Sitten keine Rolle mehr.

Was mache ich?

Ärgern. Und die Rechnungen unserer Dienstleistungslieferanten zeitnah bezahlen. Das erhöht natürlich unser Risiko. Schafft aber treue Lieferanten und ein gutes Gefühl.

RMD

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1 Kommentar zu “Was ich nicht mag … #23 Lange Zahlungsziele für Dienstleistungen”

  1. Anja (Mittwoch, der 19. September 2012)

    Ich kann deinen Ärger verstehen…
    Habe aber grade einen Artikel gelesen, der dir die langen Zahlungsziele erklären dürfte 😉
    Die längeren Zahlungsziele verbessern im Unternehmen die Liquidität in Einkauf und Beschaffung.
    Der Artikel enthält noch ein paar Tipps, wie mit dem Kunden umzugehen ist, damit dieser nicht allzu verärgert ist. Das mag dir jetzt nichts bringen – du ärgerst dich sowieso 😉 – aber es ist wirklich ganz interessant.
    Kannst ja mal selbst nachlesen: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/einsparungen-im-einkauf/

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