Roland Dürre
Samstag, der 8. Dezember 2012

Meine Weihnachtsrede 2012

Gestern hatten wir bei InterFace eine schöne Weihnachtsfeier. Mit gut 200 Menschen feierten wir im Kreise unserer Mitarbeiter und deren Angehörigen ein gutes Jahres 2012.

Auch bei uns gilt ja „Keine Weihnachtsfeier“ ohne „Weihnachtsrede“. Hier meine kleine Ansprache so etwa im Wortlaut – ab der natürlich obligatorischen Begrüssung (und nach der Unterbrechung durch Jean Paul 🙂 ).

(Begrüßung aller Gäste)

Jetzt sind es bald 30 Jahre, dass ich bei der InterFace AG bin. Angefangen habe ich hier ja als nicht mehr ganz so junger Gründer – beim Start der InterFace Connection war ich ja schon schreckliche 33 Jahre alt. In Relation zu einigen jungen Freunden, die heute mit Mitte Zwanzig erfolgreiche Start-ups führen, war das ziemlich alt. Jetzt bin ich zum Unternehmer-Senior geworden. So nehme ich mir heraus, heute ein paar persönliche Gedanken zu entwickeln und wenn möglich weise Worte zu sprechen

Welchen Sinn hat das Leben, wenn man älter wird?

Meine persönliche Antwort ist: So lange man Neues erlebt und Vieles dazu lernt, macht es Freude zu leben. Lernen bedeutet vieles: Anderes, einem oft anfangs sehr Fremdes zu verstehen. Neue Dinge begreifen. Gedanklich weiter zu sehen. Oder auch, einen Sachverhalt, den man intuitiv erahnt hat, endlich verbalisieren zu können.

Meine große Freude ist, dass ich in 2012 wieder ganz viel Neues lernen durfte. In meiner Wahrnehmung mehr als in den vielen Jahren meines Leben davor. Das tut mir gut. Mein Gedanke bei der Vorbereitung für diese Rede war, dass ich kurz aufführe, was ich in 2012 gelernt habe. Die Liste wurde aber so lang, dass das Wort „kurz“ nicht mehr einzuhalten gewesen wäre.

Also beschränke ich mich auf ein Thema, das man nicht überschätzen sollte, das aber irgendwie doch für uns alle wichtig ist. Es geht um den Begriff „Erfolg“.

Das Substantiv „Erfolg“ hört man in vielen Weihnachtsreden, genauso wie das dazugehörige Attribut „erfolgreich“. Viele sprechen heute von einem erfolgreichen Jahr 2012. Wir ja auch.

Nur was ist denn Erfolg?

Es gibt keine objektiv-neutrale Definition von Erfolg. Jeder Mensch, jedes Unternehmen, jede Gemeinschaft muss ganz spezifisch für sich selbst festlegen, was ihr Erfolg ist und ihre Kriterien für Erfolg sind.

Aber wie wird man dann erfolgreich? Ich meine, das scheint sehr schwierig, ist aber ganz einfach.

Die Voraussetzung für Erfolg ist eine gute Ausbildung. Dazu gehören Erfahrung, Können und Wissen. Wahrscheinlich werden auch noch ein paar wenige menschliche Qualitäten gebraucht wie „Zuhören zu können“, „über Emphatie zu verfügen“ und „Menschen zu mögen“.

Das ist die Basis. Jetzt gilt es „nur“ noch, den notwendigen Mut für die Zukunft aufzubringen. In Angst werden wir es nicht schaffen. Wenn wir uns also mutig auf den Wege gemacht haben, dann müssen wir noch das richtige Maß an Freude entwickeln. An dem, was wir machen und was uns gelingt.

Jetzt brauchen wir nur noch ein kleines Quäntchen Glück – und schon werden wir fast zwingend erfolgreich.

Den Erfolg sollten wir dann mit vielen anderen teilen. Wenn wir es dann auch noch schaffen, die Menschen in unserer Umgebung anzunehmen, so wie sie sind und so wie sie ihr Ding machen, dann ist der Weg zum „glücklich sein“ nicht mehr weit.

So komme ich zu meinem Wunsch fürs neue Jahr! Lasst uns gemeinsam vieles Neues ausprobieren und fleißig an unseren Qualitäten arbeiten. Schöpfen wir daraus den Mut für die Zukunft! Nehmen wir die Menschen um uns so, wie sie sind. Teilen wir unser Wissen, unsere Erfahrung und unseren Erfolg. So können wir uns den Herausforderungen der Zukunft mit viel Freude an der Sache und am Leben stellen. Und uns selber und so auch andere glücklich machen.

Ein frohes Fest und ein gutes Neues Jahr 2013!

RMD

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