Roland Dürre
Mittwoch, der 16. November 2011

Zukunft und Verschwendung

Die Wörter Zukunft und Verschwendung stehen im Alphabet am Ende. Kann das der Grund sein, warum sich dieser Themen niemand so recht annimmt?

Ich persönlich bin überzeugt, dass die Zukunft wichtig ist. Und dass der Planet Erde – der aktuell unsere einzige Zukunft bildet – massiv bedroht ist. Und dass das ganz schnell gehen kann. Und wir deshalb sofort damit beginnen müssen, die Zerstörung unseres Planeten zu stoppen. Wir müssen die Klimakatastrophe und auch weitere Schäden jenseits des Klimas begrenzen und versuchen, zu reparieren. Das ist eine Frage der Vernunft und der Moral.

Wir müssen die Erzeugung von Energie durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe auf NULL reduzieren. Ich bin überzeugt, dass wir hierfür moderne Technologie brauchen. Ohne sie gibt es gar keine Chance mehr Deshalb bin ich für Windkraft, Desertec und mehr dergleichen.

Ich bin aber genauso fest davon überzeugt, dass dies nicht reichen wird. Vielmehr müssen wir die gigantische Verschwendung an Ressourcen stoppen, die täglich auf allen Ebenen stattfindet. Das wird vor allem bedeuten, dass wir auf vieles Verzichten müssen. Wenn wir nichts tun, werde wir gezwungen werden, auf sehr viel verzichten zu müssen. Das könnte weniger schlimm werden, wenn wir bereit sind, die Prozesse unserer Gesellschaft einschneidend zu verändern. Obwohl es schon 5 nach 12 und nicht mehr 5 vor 12 ist!

Unser soziales Zusammenleben, die Art wie wir wirtschaften und uns vergnügen, unsere Grundannahmen und Werte, alles muss radikal reformiert werden. Eine scheinbar unvorstellbare Veränderung unseres Lebens wird notwendig sein. Die uns aber durchaus in eine sehr liebenswerte Zukunft führen kann, in der zwar alles ganz anders sein wird als wir es heute gewohnt sind. Mit vielen vermeintlich gravierenden Einschränkungen, die aber nicht unbedingt schlecht für uns sein müssen, sondern uns vielleicht sogar wieder ein wenig glücklicher und zufrieden machen werden.

Deshalb beginne ich jetzt – ähnlich wie „Was ich nicht mag“ – mit einer neuen Serie „Verschwendung“. Da werde ich in lockerer Reihenfolge Beispiele für Formen der Verschwendung erzählen, die total unsinnig sind und mir persönlich richtig weh tun.

RMD

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