Roland Dürre
Dienstag, der 19. Juli 2011

Zwischenbericht von IF-AGORA

Bei IF-AGORA geht es in kleinen Schritten voran. Dass die Schritte klein sind, liegt vor allem an mir. Irgendwie fehlt mir die Zeit, um IF-AGORA nach vorne zu bringen. Aber das wird schon noch werden.

Trotzdem gibt es laufend neue Wissensangebote. Das letzte war von Dr. Tatjana Rosendorfer. Sie bietet (nicht nur) Vorträge und Workshops an, in denen man Wichtiges über den Umgang mit Geld erfährt. Sie weiß auch, was man machen kann, wenn es zu spät ist.

Tatjana ist unter anderem Haushaltswissenschaftlerin und hat viel Erfahrung mit „ökonomischer Sozialisation“.

Eines ihrer wichtigen Anliegen ist es, die Verbindung von ökonomischem und sozialwissenschaftlichem Verständnis begreiflich zu machen, die immer dann entsteht, wenn es um Geld geht.

Zwar richtet sich ihr Angebot vor allem an Familien und kleine Unternehmen. Aber im Prinzip ist die Systematik im Kleinen sehr mit der im Großen vergleichbar. So denke ich mir, dass es gar nicht so schlecht wäre, wenn auch mal die Vertreter unserer diversen Regierungen und Kommunen bei Tatjana in die Lehre gingen. Dann wäre so manche Leere in den Kassen vermieden worden …

Hier geht es zum Wissensangebot von Dr. Tatjana Rosendorfer in IF-AGORA!

RMD

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3 Kommentare zu “Zwischenbericht von IF-AGORA”

  1. Chris Wood (Dienstag, der 19. Juli 2011)

    Dear Roland, I am often impressed with your readiness to publish an opinion about almost anything. I suspect that small and large insolvencies are very different.
    When a poor individual goes broke, the result is just a big drop in their living standard. It makes a big difference whether they can find work.
    When a very rich man goes broke, he can almost always rescue enough to continue to live comfortably. For instance rich friends may help.
    When a big company goes broke, the managers responsible are usually not personally ruined, although some employees may be.
    The whole situation is very different when there is a fulltime insolvency-manager.
    GM went broke, and it had little effect.
    Lehman Brothers went broke and it triggered a world recession.
    Who knows what will happen if Greece goes broke? OK, countries have gone broke before, but not with shared currencies.

    By the way, does Dr. Tatjana have experience of her own insolvency, or just of other people’s, „when it’s too late“?
    And do you have direct experience in this area?

  2. rd (Dienstag, der 19. Juli 2011)

    Lieber Chris,

    a) Die mir bekannten persönlichen Insolvenzen sind einfach Schritt für Schritt über Jahre in die Schulden eingetaucht. Der Lebensstil war nicht adäquat, dies wurde durch Ratenkäufe, Kreditkarten und Kleinkredite unterstützt, so dass es sich kumuliert hat und am Schluss Tilgung und vor allem auch Zins nicht mehr beherrscht wurde. So geht’s im Kleinen – und auch im Großen.

    Eine Entschuldung hilft da nur zu teilweise, es geht da um Dinge, wie z.B. den Lebensstil zu ändern.

    b) Tatjana hat meines Wissens in der Tat viele Erfahrungen in vorbeugender aber auch nachsorgender Unterstützung von Schuldnern. Aber frag sie doch selber …

    c) Ich habe keine Erfahrung, versuche aber sparsam zu Leben und nicht mehr Geld auszugeben als ich habe – privat wie im Unternehmen. Und immer etwas zurück zu legen. Das ist vielleicht altmodisch (wenn ich mir die Verschuldung von privaten und öffentlichen Haushalten anschaue), aber nützlich.

    d) Ich bin überzeugt, dass es ziemlich gleich ist, ob eine Einzelperson, eine Familie, ein Unternehmen oder ein Staat über seine Verhältnisse lebt, d.h. andauernd mehr Geld ausgibt als einnimmt. Auch die Gründe sind mir gleich: Im kleinen ist es vielleicht die Anschaffung eines Autos, dass man sich nicht leisten kann. Im Großen führt man halt mal einen Krieg, den man sich nicht leisten kann. Ist doch alles dasselbe …

    Das Ergebnis ist immer zwangsläufig dasselbe: die absolut gesunden und natürliche Insolvenz. Wenn man freilich diese mit Tricks, Lug oder Trug vermeide (das tun wir derzeit in USA und EU – im privaten Leben nennt man das schlicht „Insolvenzbetrug“ und „Insolvenzverschleppung), dann führt das zwangsläufig in allen Fällen (ob klein oder groß) zu einer (kleinen oder großen) Katastrophe.

  3. six (Mittwoch, der 20. Juli 2011)

    Lieber Chris, lieber Roland,

    dieser Kommentar bezieht sich nicht auf den AGORA – Post, sondern auf Die „Weisheit“ von Rupert Lay. Das schlechte „Dialog Design“ des IF-Blog läßt mir leider keine andere Wahl, als hier auf diesen alten Post einen Kommentar zu schreiben. Anderenfalls würde Chris ihn vermutlich nicht mehr lesen (Roland bekommt als Autor eine Nachricht, dass ein neuer Kommentar eingegangen ist).

    Lieber Chris, ich bewundere immer wieder Deine fundierten Kommentare und auch hier hast Du (neben vielen anderen bemerkenswerten Einzelheiten) vor allem einen Punkt sehr knapp und schlagend erwähnt, dass Rupert Lay behauptet, dogmatische Betrachtungsweisen zu verabscheuen und dabei selbst ein großer Dogmatiker ist. Das zeigt auch sein Umgang mit der Biophilie (nicht euphily), die er persönlichkeitsadäquat in einen „Kategorischen Imperativ“ verwandelt hat (alles Wesentliche über Biophilie kannst Du bei Wikipedia nachlesen – in englisch heißt Biophilie glaube ich biophilia).

    Nun zu Dir Roland, warum hast Du Chris nicht über „euphily“ aufgeklärt und ihm sogar weitere Videos zu Rupert Lay empfohlen, obwohl schon das erste Video Chris zum ironischen Präzisionsschuss trieb?

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