Jetzt ist er vorbei, der G7-Gipfel. Mich hat er kaum betroffen – ausser dass ich am Samstag auf der Heimfahrt aus Zürich im DB IC-BUS bei der Einreise nach Deutschland von schwerbewaffneten und Kaugummi kauenden Polizisten kontrolliert wurde und viele Hubschrauber am G7-Wochenende und davor über unsere Heimat hinweg lärmten. Wir hatten heftigen Luftverkehr im Südosten Münchens.
Berührt hat mich aber, dass die obersten Nationenführer der G7 anscheinend noch nicht gelernt haben, was kluge Manager im 3. Jahrtausend schon wissen sollten: Zu guter Führung gehört ein gewisses Maß an Demut und Achtsamkeit. Wie auch das Vermögen, die Menschen emotional zu verstehen und ein wenig Emphatie für deren Sorgen aufzubringen. Das möglichst kombiniert mit Realitätsnähe – in Bescheidenheit und mit angemessenem Auftreten.
Das spielt aber beim Handeln unserer Polit-Elite keine Rolle. Dafür deklariert man sich flugs zur „Wertegemeinschaft“. Und grenzt den bösen Buben Putin scharf aus. Denn der würde ja die demonstrierte Einigkeit gefährden. Auch wenn es um diese hinter den Kulissen gar nicht so weit her ist.
Wir wissen aber, dass wie immer die, die am meisten von Werten reden am wenigsten welche haben. So kommt es nicht von ungefähr, dass die „reichen Staaten“ letzten Endes wie immer auf Kosten der „armen“ leben und diese gerne und massiv in Unterdrückung und Abhängigkeit lassen. Besitzstandwahrung ist angesagt, wir wollen doch nicht unseren Wohlstand gefährden, selbst wenn er uns reduziert und umbringt.
Die Herren der Welt haben aber gelernt, dass man Positives verkünden muss. So verkünden sie „Ergebnisse“. Jetzt will man das mit dem Klima jetzt massiv angehen. Die Menschen wissen, dass Absichtserklärungen gerne öffentlich manifestiert und zelebriert werden, aber schon eine Woche später keine große Bedeutung mehr haben.
RMD
Eine Antwort
So ist es.
Du sprichst mir aus dem Herzen!